An manchen Tagen

An manchen Tagen…..
Termine, einkaufen, Papierkram, abheften, sortieren, Müll trennen,
waschen, tanken, keine Ideen, Telefonate,
aufräumen (könnte ich eigentlich auch morgen),
kochen, draußen, drinnen, immer weiter, vor sich herschieben, nein,
Frage: Was soll ich malen?…
Antwort: Es geht heute nicht…
überwinden, Trägheit, eigentlich könnte ich….
schon wieder so viel Zeit verstrichen,
Aus der Box klingt: Pink Floyd: „Keep talking“:

Why won’t you talk to me (I feel like I’m drowning)
You never talk to me (you know I can’t breathe now)
What are you thinking (we’re going nowhere)
What are you feeling (we’re going nowhere)
Why won’t you talk to me
You never talk to me
What are you thinking
Where do we go from here…..

….ich weiß es auch nicht…. zumindest heute nicht….

kein_bild

© Juergen Kadow

Shine bright like a diamond

Shine bright like a diamond………..
Jeder trägt einen solchen in sich… und leuchtet…

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„Shine bright like a diamond“, 2014,
Acryl auf Leinwand, 40 x 40 cm
© Juergen Kadow

In Deinem Bergwerk wirst Du ES finden

Gerade fertig gemalt…. Ein Bericht aus dem Bergwerk….

bergwerk

„In Deinem Bergwerk wirst Du ES finden“. 2014,
Acryl, Blattgold auf Leinwand, 40 x 40 cm
© Juergen Kadow

Essenz

Was bleibt vom Augenblick? Vom Wort? Vom Hören? Vom Denken?
Vom Fühlen? Vom Sehen? Vom Tun?
Von Heute? Von Gestern? Von Morgen?

Essenz

„Essenz“, 2014, Öl, Acryl auf Leinwand, 80 x 60 cm
© Juergen Kadow

Nachts meine Black Box in der Tiefe suchen

Nachts auf der Suche nach meiner Black Box. Schwimme. Um mich herum unendliche Weite. Über mir der unendliche Sternenhimmel. Unter mir die unendliche Tiefe. Es ist meine Box. In ihr ist ALLES, was ICH bin. Alle Augenblicke. Alle Worte, Und mehr…. Eine durchsichtige und undurchsichtige Black Box. Meine Essenz. Jeder hat seine. Sie trägt ein Goldenes Kreuz.
Tief unten sehe ich sie.

Black Box

„Nachts meine Black Box in der Tiefe suchen“, 2014
Acryl, Blattgold auf Leinwand, 100 x 80 cm
© Juergen Kadow

Aus der ach so karg gefüllten Schale unseres Herzens

Zu einem Gedicht von Christian Morgenstern:

Liebe schöpfen

Aus der ach so karg gefüllten Schale unseres Herzens
lasst uns Liebe schöpfen,
wo nur immer einer Seele Schale leer steht und nach Liebe dürstet.
Nicht versiegen drum wird unsere Schale,
steigen wird die so geschöpfte Flut, nicht fallen,
Fülle wird das Los des so verschwenderischen Herzens.

schale

„Liebe schöpfen“, 2013, Öl, Blattgold auf Leinwand,
80 x 100 cm
© Juergen Kadow

Du bist mein Land

Eine Arbeit zu einem Gedicht von Christian Morgenstern:

Du bist mein Land, ich deine Flut, die sehnend dich ummeeret;
Du bist der Strand, dazu mein Blut ohn‘ Ende wiederkehret.
An dich geschmiegt, mein Spiegel wiegt das Licht der tausend Sterne;
und leise rollt dein Muschelgold in meine Meergrundferne.

Du bist mein Land

„Du bist mein Land, ich deine Flut“, 2013, Öl, Blattgold auf Leinwand,
80 x 60 cm (Das Gedicht ist links im Bild eingeritzt)
© Juergen Kadow

Blumen nicht gepflückt

Aus „Stufen“ von Christian Morgenstern, 1906:

„Ich habe heute ein paar Blumen für dich NICHT gepflückt,
um dir ihr – Leben mitzubringen.“

Ist das nicht toll, SO zu denken?
Ich habe lieber eine Rose gemalt und so leuchtet sie. Lange Zeit.
Hoffentlich.

rose

Ohne Titel, 2004, Öl, Blattgold auf Leinwand, 120 x 140 cm
© Juergen Kadow

Es ist Nacht und mein Herz kommt zu dir

nacht

„Es ist Nacht und mein Herz kommt zu dir“ (Christian Morgenstern),
2013, Öl, Blattgold auf Leinwand
© Juergen Kadow

Eine Arbeit zu einem Gedicht von Christian Morgenstern:
Es ist Nacht, und mein Herz kommt zu dir,
hält’s nicht aus, hält’s nicht aus mehr bei mir.
Legt sich dir auf die Brust, wie ein Stein,
sinkt hinein, zu dem deinen hinein.
Dort erst, dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund seines ewigen Du.

Im Lauf der Zeit nimmt die Seele die Farben der Gedanken an

Im_Lauf_der_Zeit
„Im Lauf der Zeit nimmt die Seele die Farben der Gedanken an“, 2014,
Öl, Blattgold auf Leinwand, 50 x 150 cm
© Juergen Kadow

Einen Satz gehört, ich glaube er ist von Marc Aurel. „Im Lauf der Zeit…..“. Die Seele verwandelt sich. Im Bild ist das Gold (Seele) mittig. Nimmt alles auf, was ich an Farben male. Das Bild, die Farben müssten sich eigentlich bewegen, das Ganze müsste plastisch sein, in ständiger Bewegung. Bei längerem Anschauen fängt es vielleicht an, so zu werden. Über den Rahmen hinaus. Ohne Begrenzung. Ganz gross. Um uns herum.